3 erstaunliche Orte, die auf deine Bucketliste gehören

Jeder kennt sie: die Bucketliste. Auch bekannt als Löffelliste. Eine Liste voller Dinge, die man in seinem Leben (zumindest) einmal gemacht haben muss und Orten, die man einmal gesehen haben will. 

Heute möchte ich drei Orte mit dir teilen, an denen ich selbst schon war und die mich mit ihrer rohen, wilden Landschaft und Einzigartigkeit in ihren Bann gezogen haben. Zwei davon sind gar nicht so weit von Deutschland weg!

Und hier sind sie, die drei Ideen für deine Bucketliste:

 

#1: Die Hawai'i-Inseln

Napali-Küste vom Kalalau-Trail auf der Insel Kauai, Hawaii, aus fotografiert

Hawai'i ist der Ort, an den ich mich, seit ich denken kann, hingezogen fühle. Ich weiß nicht wieso, aber vielleicht geht es dir mit einem anderen Ort ja so wie mir?  

Es gibt insgesamt 132 Inseln, wovon nur sieben bewohnt sind. Die Inseln heißen Kaua'i, O'ahu, Maui, Hawai'i Island (auch: Big Island), Lana'i, Moloka'i und Ni'ihau. Die aktiven und erloschenen Vulkane, die Geburt neuer Erde, die süßen exotischen Früchte, die freundlichen Menschen, die Tiere, die unberührte Natur, die verführerisch duftenden Blumen. Die grünen, schwarzen, roten, weißen Sandstrände, der Regen und die Regenbögen, die Wellen, das Meer, die Sonne, die Farben. Dschungel, Lavawüsten, marsähnliche Landschaften, üppige Vegetation, schneebedeckte Gipfel und Observatorien auf dem Mauna Kea, der mächstigste Berg der Welt Mauna Loa. Die melodische hawaiianische Sprache, die kahle Welt des Haleakala auf Maui, der Waimea Canyon und die Napali Coast auf Kaua'i und natürlich die zahlreichen Wasserfälle. Guaven, Ananas, Schildkröten, Delfine, Wale, Hibiskus. Du merkst, ich könnte stundenlang so weiter machen! Hawai'i ist eines meiner absoluten Lieblingsthemen, weshalb ich in der Earthy University einen Kurs erstellt habe, in dem ich mein ganzes Wissen mit dir teile: The Wild & Raw Hawaii Masterclass.

Hawai'is „State Fish“ hat einen ganz besonders lustig klingenden Namen: Humu humu nuku nuku apua’a und heißt auf Deutsch Diamant-Picassodrückerfisch.

Hawaii ist ein magischer Ort und steckt voller geologischer Highlights und jede Menge Abwechslung. Jede der Hauptinseln ist einzigartig, wahnsinnig schön und hat ihre ganz eigene geologische Entwicklung durchgemacht. Hier blüht das Leben so richtig. Hier entsteht neue Erde vor unseren Augen, aber auch unterseeisch. Nur wenige Kilometer südöstlich von Big Island wächst Zentimeter um Zentimeter der Loihi, ein aktiver Vulkan, empor. Bis zur Wasseroberfläche sind es noch 975 Meter.

Wer Hawaii intensiv kennenlernt, richtig wahrnimmt, sich für die Kultur und die Menschen öffnet, wird eine Erfahrung machen, die sein Leben für immer prägen wird.

Fun Fact: Der Mauna Kea ist mit 9.839m - vom Meeresboden aus gemessen - der höchste Berg der Welt.

#2: Finnland

Zugeschneite typisch finnische Sommerhäuser an Westküste der Insel Hailuoto bei Oulu in Nordfinnland

Finnland ist ein Land voller naturverbundener Menschen, niedlichen Rentieren, leckerem Gebäck und ganz viel Schnee im Winter. Ich schätze Finnland nicht trotz, sondern gerade wegen seines kalten Klimas und den dunklen Stunden im Winter. Die Kälte zaubert Eiskristalle auf Fensterscheiben, Wimpern und Haarspitzen. Sie gefriert ganze Seen und sogar das küstennahe Meer. Die Nordlichter (Polarlichter, Aurora borealis) sind zu sehen – wenn man Glück hat!

Nicht nur der Winter ist faszinierend. Der kurze und warme Sommer ebenso. Denn dann zeigen sich die vielen Seen, die Finnland im Südosten schmücken. Licht durchflutet das Land und scheint ihm wieder Leben einzuhauchen: es wird hell, die Pflanzen erblühen und alles wird grün. In Finnland nimmt man den Wechsel der Jahreszeiten ganz intensiv wahr. Die Farben ändern sich. Das Licht wird anders.  Die Temperatur, der Duft und Geschmack der Luft passen sich dem sich verändernden Klima an.

Finnland ist laut World Happiness Report 2019 der Vereinten Nationen das glücklichste Land der Welt. Kein Wunder: Wenn Finnen sich gestresst fühlen, flüchten sie in die Natur. Ein milder Sommer in einem roten finnischen Haus mit Sauna, an einem finnischen See mit deinen Liebsten – in Stille, Harmonie und in der Natur…Wie klingt das für dich?

Geologisch interessant ist außerdem die nacheiszeitliche (postglaziale) Landhebung, die derzeit in Skandinavien noch andauert: Als Folge des Abschmelzens der gewaltigen und schweren Gletscher, die das Land einst bedeckten, hebt sich das Land unter der Entlastung wieder nach oben. Die Erde ist unglaublich dynamisch, aber davon bekommen wir eigentlich gar nicht viel mit. Stets ändert sich etwas, niemals steht etwas still. Das kann man auch auf unser Leben anwenden – und es ist ein beruhigender Gedanke, findest du nicht auch?

Fun Fact: Aufgrund seiner zahlreichen Seen wird Finnland auch als das Land der tausend Seen bezeichnet.

#3: Schottland

Schroffe Klippen der Insel Skye im Nordwesten Schottlands

Schottland begeistert mit schroffen Klippen, wilden Inseln und unbeständigem Wetter. Und natürlich mit den genüsslich grasenden Schafen. An einem Tag in Schottland kann man alle vier Jahreszeiten erleben.

Die wilden Landschaften, die Glens, die Lochs, die Inseln sowie die Highlands und Lowlands sind Zeugen der besonderen geologischen Vielfalt, die man in Schottland findet. Stark auffällig sind die schräg ausgerichteten Gesteinsschichten.

Während der Kaledonischen Orogenese (lat: Caledonia: Schottland), damit wird ein Prozess bezeichnet, der vor 450-420 Millionen Jahren zu einer gewaltigen Gebirgsbildung führte, kollidierten drei mächtige Kontinentalplatten. Dabei schlossen sie den Iapetus-Ozean und formten eine große Gebirgskette, die Kaledoniden. Die Gebirge, die damals entstanden, formen die heutigen Highlands und Southern Uplands Schottlands und auch das Gebirge in Norwegen. 

Der gewaltige Great Glen ist eine tektonische Verwerfung, erstreckt sich über 100km von Inverness nach Fort William und schneidet Schottland in zwei Teile. In ihm befindet sich übrigens Loch Ness, Schottlands größter Süßwasser-Loch (See), der für das Ungeheuer von Loch Ness bekannt ist.

Die Isle of Skye im Nordwesten Schottlands fasziniert mit schroffen Klippen, wilder Natur und beeindruckender Geologie. Hier konnten Dinosaurier-Fußspuren entdeckt werden und Großbritanniens ältestes Gestein: Der Lewisian Gneiss wurde vor 3 Milliarden Jahren tief in der Erdkruste gebildet und ist vor allem in den Äußeren Hebriden zu finden. Er erzählt die Geschichte von Magmatismus, Vulkanismus, Deformation, Gebirgsbildung und Erosion – die allesamt das Landschaftsbild Schottlands prägen.

Fun Fact: Schottland hat ungefähr 790 Inseln. Davon sind 660 unbewohnt.

 

Jetzt interessiert mich: Wie hat dir der Artikel gefallen? Warst du schon einmal an einem dieser Orte? Wenn nicht, hat es einer auf deine Liste geschafft? Was steht auf deiner Bucketliste? Erzähl es uns in den Kommentaren und vielleicht inspirierst du mit deiner Bucketliste ja auch andere! 

 _____________________________________

Quellen:

- Geologie Deutschlands - Ein prozessorienter Ansatz, Meschede (2015)

- www.scottishgeology.com/best-places/ 

- Eigene Erfahrung und Wissen

Bilder:

- Coverbild: bei Stonehaven, Schottland - Eigene Aufnahme

- Hawaii: Kalalau-Trail, Napali-Küste - Eigene Aufnahme

- Finnland: Westküste der Insel Hailuoto bei Oulu, die im Winter über eine Eisstraße per Auto erreicht werden kann - Eigene Aufnahme

- Schottland: Neist Point, Insel Skye - Eigene Aufnahme

Hinterlasse uns einen Kommentar